Emotionale Abhängigkeiten erkennen und Selbstverantwortung übernehmen

Wo in deinem Leben fühlst du dich abhängig? Wo drückst du dich vor deiner Selbstverantwortung und verhinderst so deine innere Freiheit?

Du gerätst immer wieder in die gleichen Beziehungsmuster, ob auf deiner Arbeit, in deinen Freundschaften, in deiner Familie oder Partnerschaft? Du verlierst dich dann im Anderen und verlässt deinen eigenen Raum? Du spürst, dass du schnell bereit dazu bist, dich aufzuopfern? Es kommen Schuldgefühle hoch, wenn es darum geht, deine Bedürfnisse ernst zu nehmen und es anderen Menschen nicht „recht zu machen“? Oder aber du bist „blind vor Wut“, weil die anderen dich nicht achten und „nur an sich denken“?

Emotionale Abhängigkeit ins Schattenreich verbannt

Emotionale Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit sind wichtige Themen, die unbedingt Erkenntnis und Bewusstheit brauchen, sonst können sie uns unerbitterlich im Wege stehen. Wenn wir uns nämlich stets am Anderen orientieren, dann können wir nicht wachsen, nicht erblühen und nicht jene Beziehungen führen, wie wir sie uns aus tiefstem Herzen wünschen. Emotionale Abhängigkeit ist von vielen ein Schattenaspekt. Gerade, wenn wir kraftvolle Frauen sind, die ihr Leben selbst gestalten und es von Kind auf gewohnt sind, viel Verantwortung (für andere) zu tragen, ist es schwierig uns selbst die eigene Bedürftigkeit, emotionale Abhängigkeit und Verlustängste einzugestehen.

Wie entsteht emotionale Abhängigkeit?

Es fehlt die Erfahrung, dass unsere Bedürfnisse auf eine gesunde Art und Weise geachtet werden (denn diese Erfahrung wurde in der Kindheit nicht gemacht). Wir haben abgespeichert, dass wir dann geliebt werden, wenn wir für einen anderen Menschen sorgen, lieb sind, lustig sind, … Darum löst es eine so große Angst aus, verlassen zu werden, wenn die eigene Verletzlichkeit und Bedürftigkeit sichtbar werden und wir uns ganz zeigen. Oftmals erlebe ich, dass ein stabiler äußerer Panzer (der im übrigen sehr selbstbewusst, souverän und lächelnd daherkommen kann), eine große innere Not verbergen kann. Die eigenen Gefühle bleiben im Inneren verschlossen, es herrscht ein Mangel an innerem Kontakt, der eigene Wert ist nicht klar. Es fehlte die Möglichkeit den eigenen Raum zu entwickeln. Aus dieser Not heraus, kann es passieren, dass das Innere Kind das Ruder übernimmt und anfängt unsere Beziehungen zu gestalten- und, das hat oftmals zur Folge, dass wir uns in Abhängigkeiten verstricken.

Wie äußert sich das in Beziehungen?
  • du lässt dir Dinge gefallen, von denen du spürst, dass sie deine Grenzen überschreiten
  • du machst es dem anderen um jeden Preis Recht und stellst seine/ ihre Bedürfnisse über deine
  • du weisst eigentlich gar nicht so genau, was denn deine Bedürfnisse überhaupt sind, weil du dich nicht richtig spürst
  • du erwartest vom anderen, dass er/ sie dich spürt und weiß, was du brauchst, passiert das nicht, reagierst du wütend und enttäsucht.
  • du bleibst in einer Beziehung/ Situation, auch, wenn du spürst, es tut dir gar nicht gut, es ist nicht das, was du leben möchtest
  • oder: vor lauter Angst emotional abhängig zu werden, vermeidest du nahe Bindung
Du bist der Mensch, nach dem du dich so innig sehnst!

Die wichtigste (und schwierigste) Erkenntnis auf meinem Weg ist, dass niemand, außer mir selbst, für meine Bedürfnisse verantwortlich ist. Nicht mein bester Freund, mein Lover, mein Partner, meine Freundinnen, meine Vorgesetzten- nicht einmal meine Eltern sind es.

Es geht nicht darum, dass ich mir meine Bedürfnisse alle alleine ERFÜLLEN muss. Wir sind Menschen und somit Beziehungswesen. Entgegen der spirituellen Dogmen von „Alles ist in dir“, glaube ich, dass wir einander sehr wohl brauchen- aber eben auf eine erwachsene Art und Weise. Für mein gesundes (!) Bedürfnis nach Berührung und Kontakt brauche ich einen anderen Menschen. Es geht vielmehr darum zu sorgen, dass sich meine Bedürfnisse auf eine gute und stimmige Art und Weise erfüllen- und mich auszuhalten, wenn es sich das gerade im Außen nicht erfüllen lässt.

Wie gehe ich jetzt aber konkret mit meiner Abhängigkeit um?

Es ist vor allem dein Innerer-Kind-Anteil, der dich in Abhängigkeit und Schwierigkeiten in Beziehung bringt. Deswegen möchte ich dir so dringend ans Herz legen, dich diesem Thema zu widmen. Wenn du dagegen in Widerstand bist, kann ich das verstehen, ich hatte da sehr lange kein Bock drauf. Doch es führt wirklich kein Weg dran vorbei, der innere Kind Anteil in uns, in dem die frühesten Prägungen gespeichert sind, ist nämlich der älteste und dominanteste Gehirnteil in unserem System- und wird deswegen immer die Führung übernehmen, wenn du nicht anfängst mit ihm zu arbeiten.

Eine Übung, um dein inneres Kind kennen zu lernen:

Ich liebe die innere Arbeit mit Anteilen in Form von Aufstellungsarbeit (diese Übung ist aus der Gestalttherapie).

Stelle dir eine Situation vor, die du gerne anschauen möchtest. Lege dir dann zwei große Kissen sich gegenüber. Eines steht für dein Inneres Kind, eines für deinen inneren Erwachsenen. Setze dich auf deinen inneren Erwachsenen und nehme wahr, was du spürst, wenn du auf dein Gegenüber blickst. Sprich deine Gefühle laut aus (auch, wenn du genervt bist, weg willst, das für dich kein Sinn macht, vollkommen im Widerstand bist- bleib da!….) oder schreibe sie auf. Setze dich dann in das innere Kind hinein. Spüre auch hier, was es zu spüren gibt: Spüre deine Not, deine Traurigkeit, deine Wut, dein auch kein Bock haben, deine Lust zu spielen, …. Sprich auch hier alles aus, was da ist. Vielleicht kommt dir einiges aus deinem Leben bekannt vor und es ist wirklich heilsam zu spüren, welchem Anteil diese Gedanken, dieses Fühlen entspringen. Wechsele dann wieder in den inneren Erwachsenen. Du kannst diesen inneren Dialog so oft wechseln, wie du möchtest. Beende die Übung immer auf dem Platz des Erwachsenen.

Es ist nicht wichtig, dass gleich beim ersten Mal die große Heilung passiert. Es ist wichtig, dass du dich auf den Weg machst, dein Innerstes und deine tiefsten Bedürfnisse kennen zu lernen, alleine darum geht es.

Glaube an dich! (Ich tue es!)

Du darfst wirklich in die Verantwortung, in deine Kraft gehen. Ja du kannst das. Du hast Anteile in dir, deine innere Frau, dein innerer Erwachsener, dein innerer Mann, die konstruktiv und kraftvoll sind. Vielleicht spürst du sie noch wenig, vielleicht dürfen sie noch mehr Raum bekommen, doch ich verspreche dir, sie sind da. UND: du hast Helfer aus der geistigen Welt, die dich unterstützen, wenn du daran glaubst.

Es geht wirklich darum, in Einklang mit deiner Seele zu kommen und danach zu handeln. Genau jene Frau zu werden, die in Wahrheit bist und dir dein Leben so zu gestalten, dass du dich wohl darin fühlst.

Von Herzen alles Liebe für dich

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