Sicherheit finden in unsicheren Zeiten- Fünf Impulse

Gerade scheint mir die Sonne wunderbar warm auf mein Schulterblatt, der Frühling streckt seine Fühler aus, es fängt an zu blühen, mein Körper hat wieder Lust sich zu bewegen und muss nicht wie die Monate davor mühsam überredet werden.
Gleichzeitig spüre ich: Diese Zeit gerade ist nicht easy, für mich nicht und für viele Menschen in meinem Umfeld auch nicht. Ich empfinde ein Gefühl von Unsicherheit, nehme die Bereiche in meinem Leben, in denen ich mich an einem Status Quo festklammere deutlich wahr, spüre alte Verletzungen und Muster, die mich in der Bewegungslosigkeit halten, schmerzhafter als sonst.

Es ruft einmal wieder nach Veränderung, so wie es in dieser Zeitqualität gefühlt ununterbrochen danach ruft. So sehr ich das liebe und sie feiere („Geil! Das alte Zeug loslassen, neue lichtvolle Möglichkeiten einladen und das Leben intensiv spüren!“), ein Teil in mir fürchtet sich auch davor ( „Ich werde alles verlieren, was mir lieb ist und ganz alleine dastehen!“). Denn dieser ängstliche Teil weiß um die Radikalität des Lebens (genauso wie Du auch, stimmts?), weiß, wie beschissen sich Ohnmacht anfühlt und hat schmerzhafte Verluste erfahren. Diese oftmals frühen kindlichen Erfahrungen, speichern sich ab, springen bei der kleinsten Erregung an, übernehmen dann das Ruder und stellen sich bereitwillig jedem mutigen Schritt, in den Weg. Darum ist es gerade in Zeiten der inneren und/oder äußeren Unsicherheit so wichtig, ganz besonders liebevoll und achtsam mit dir selbst umzugehen und diesen ängstlichen, kindlichen Anteil gut zu hüten.

Wie aber geht das, wie findest du ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, in Zeiten des Umbruchs?

1.) Sei sanft mir dir.

Was wünscht du dir von einem nahen Menschen, wenn du dich unsicher fühlst, ja vielleicht so ängstlich wie ein verletztes Tier? Wenn dein „Inneres Kind“ gerade wirklich Angst hat und alles dafür tun möchte, dass alles bleibt wie es ist?

Ich wünsche mir dann Sanftheit, unbedingt wünsche ich mir gesehen zu werden, auf keinen Fall möchte ich Mitleid (das macht es nur noch schlimmer), ich wünsche mir ein sanftes Streichen über meinen Kopf, wenig Worte, Wärme und, vor allem wünsche ich mir, dass ich damit einfach da sein darf. Denn auch das bin ich: verletzlich und zart.

Und genau diese liebevollen, weiblichen Qualitäten sind es, die ich auch in mir selbst leben darf. Mir selbst zu erlauben, schwach sein zu dürfen. Mich selbst zu sehen, in meiner Angst vor dem was kommt, die schmerzhaften Gefühle aus der Vergangenheit zu fühlen, mich sanft zu umarmen. Meine Angst anzuerkennen und darauf zu achten, diesen Anteil nicht zu übergehen, indem ich mich coache und antreibe, denn dann brenne ich früher oder später aus. Und: Ich darf auch dann sanft mit mir sein, wenn ich durch eine Veränderung nicht so rasch gehe, wie ich es von mir erwarte. Wichtige Loslassprozesse brauchen bei mir oft viel Zeit, doch dann sind sie geschafft und ich darf mir wirklich auf die Schulter klopfen.

Hier kommen wir zum nächsten Punkt:

2.) Werde dir deiner innere Kraft und Verlässlichkeit bewusst.

Vor einigen Tagen beim Spazieren laufen, kam mir spontan die Frage „Kann ich mich auf mich selbst verlassen?“ und die Antwort kam schnell: „Ja, das kann ich.“. Denn ich weiß, wenn es wirklich eng wird, dann weiß ich was zu tun ist, dann kann ich für mich sorgen. Und auch in meinem Alltag tue ich viel dafür, mir ein gutes Leben zu kreieren. Das könnte stellenweise noch klarer sein, mit weniger Zeitvertrödelungen, doch insgesamt spüre ich: Es gibt eine starke Kraft in mir, die mich in meinem Leben nie verlassen hat, die da war, auch, wenn es mir wirklich beschissen ging. Diese Kraft ist es auch, die mich auf den spirituellen Weg geführt hat, auf dem ich mich von den großen und lähmenden Krisen wirklich erlösen konnte. Wir alle haben diese Kraft, auch du hast sie, da bin ich mir sicher. Vielleicht wünscht du dir, dass sie manchmal noch präsenter wäre, und ja: es geht immer „BESSER“, doch jetzt ist der Moment, dich anzuerkennen. Für all dein für dich da sein, deine Verlässlichkeit, deine Kraft. Dieses Gefühl sich selbst anzuerkennen für das was ist, gibt wiederum innere Sicherheit, ein kraftvolles Gefühl von: „Ja, ich bestehe die Herausforderungen des Lebens!“.

Mein Tipp für dich:

Wenn du dir mehr von dieser Kraft wünschst, dann rufe sie dir ganz bewusst in deiner Meditation herbei: „Ich bitte darum, die göttliche Qualitäten von innerer Kraft, von Verlässlichkeit, von Stärke, von Selbstvertrauen in Körper, Geist, Seele, Zeltgedächtnis zu bringen. Danke.“ oder rufe dir deine Spirits, z.B. den Erzengel Michael oder deine Krafttiere herbei.

Wie aber lässt sich diese innere Verlässlichkeit im Alltag integrieren?

3.) Nimm deine Bedürfnisse ernst!

Für mich bedeutet wahrhaftig gelebte Spiritualität, dass sich die innere und die äußere Welt miteinander verbinden. Ein wichtiger Schritt für mich, das Innen und Außen zu verbinden, ist es meine inneren Bedürfnisse wirklich ernst zu nehmen und sie mir im Außen zu erfüllen (oder mich liebevoll damit zu halten, wenn sie sich nicht erfüllen lassen, weil es hierfür z.B. einen anderen Menschen braucht). Gerade in unsicheren Zeiten, brauche ich eine gewisse Stabilität in meinem Alltag, für die ich selbst verantwortlich bin zu sorgen.

Ein paar Beispiele dafür, was ich brauche, dass es mir gut geht:

ausreichend Raum und Zeit für mich selbst ♥ liebevolle und echte Begegnung ♥ gesundes und wohltuendes Essen ♥ genügend Schlaf (umverhandelbar!) ♥ Zeit in der Natur ♥ Meditationen ♥ Sport ♥ Ausgelassenheit

4.) Komme in ein konstruktives Tun.

Manchmal, wenn ich mich vor dem nächsten Schritt fürchte, sitze ich stundenlang in meinem meinem blauen Ohrensessel und coache mich innerlich mit Ratgebersätzen, flüchte mich in eine rosane Zukunft oder scrolle auf Facebook durch die Leben der „anderen“. Hier gibt es oft nur eine Tür: Hinein in ein klares, konstruktives Tun. Das kann sein, endlich mal den Altkleidersack wegzubringen, eine wichtige E-mail zu schreiben oder aber etwas für mein Business zu tun. Oder ich mache ein Yin-Yoga-Session auf YouTube oder gehe laufen. Hauptsache es ist kein ruheloses Hin-und Verräumen, sondern ein Handgriff, eine klare Aktion im Außen von dem ich spüre: Das ist gerade keine Zeitverschwendung, dieses Tun ist wirklich zu meinem Besten!

Innenraumübung:

Ich liebe es zu schreiben und es unterstützt mich zutiefst, das möchte ich dir gerne weitergeben. Nimm dir daher gerne heute Abend oder in den kommenden Tag Zeit folgende Fragen zu beantworten:

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5.) Vertraue in die Weisheit des Lebens.

 „Alles wird gut.“, sagt das positive Denken, „Alles IST gut.“, sagt die Seele und grinst.

„Alles wird gut, alles wird gut, irgendwann, da wird alles gut.“, angestrengt versuchen wir uns zu beschwichtigen, gerade, wenn es sich gar nicht gut anfühlt. Und so ist es auch auf eine Art: Nach Schatten folgt Licht, das liegt in der Natur der Dualität.

Doch es gibt auch noch die andere Wahrheit: Die der höheren Perspektive, die der Seele. Hier IST alles gut. Im Hier und Jetzt, so wie es ist. Du bist auf dem Weg, ich bin auf dem Weg. Alles ist gut.

Ich glaube zutiefst daran, dass ich hier auf der Erde bin, um all das, was der Liebe entgegensteht, zu heilen, abzustreifen, loszulassen. Dass ich hier bin, um mich selbst im Leben zu erfahren, eine tiefe Geborgenheit in mir selbst und im Kosmos zu finden. Um in Beziehungen zu gehen, zu spiegeln, zu lieben, und diese auch wieder zu verlassen, wenn es Zeit dafür ist. Blicke ich von der höheren Ebene auf das Leben, dann gibt es keine Verluste mehr, gibt es keine Unsicherheit mehr, denn alles was mir widerfährt, alles was ich erfahre, so schmerzhaft oder so freudvoll es auch sein mag, dient letztendlich dem Leben. In diesem Sinne „Alles IST gut.“ so wie es ist- und im nächsten Moment darf es sich schon wieder verwandeln.

So wünsche ich dir zum Abschluss zweierlei… Ein warmes, sicheres Zuhause in dir selbst zu finden und es dir auch im Außen zu schaffen, so wie es gerade möglich ist.

Und das Leben mehr und mehr als ein Abenteuer zu begreifen, denn das ist es, was es nun mal ist. Eine aufregende, manchmal chaotische, irrwitzige Reise, mal dreckig, mal unbequem, mal anstrengend, dann auch wieder wunderschön, faszinierend oder auch ganz beschaulich.

Ich danke dir für deine Zeit und freue mich, dich inspirieren zu dürfen und natürlich bin ich auch gerne persönlich für dich da.

Von Herzen

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