„Ich pass hier nicht her!“- Das Gefühl der Unzugehörigkeit annehmen und wandeln

„Ich pass hier nicht her“

Die letzten Tage habe ich auf der „Grünen Woche“ gearbeitet. Nach einem langen Tag auf der Messe fragen mich meine Kolleg_innen, ob ich noch was mit ihnen trinken gehen möchte. Ich spüre, dass ich die Arbeitsrolle abstreifen, in meine eigene Energie kommen und den Tag für mich abschließen möchte. Ich kommuniziere also, dass ich nach Hause gehe und spüre, dass mir das schwerer fällt als gedacht. Da kommt eine Stimme in mir hoch, die sagt „Mach dich doch mal locker“, „Wenn du jetzt wieder nach Hause gehst, gehörst du nicht dazu“, „Bist ganz schön langweilig geworden“, ja in diesem Moment zeigt sich eine Sehnsucht dazuzugehören und der subtile Wunsch „konformer, unkomplizierter“ zu sein.

Die Gefühle haben sich schnell aufgelöst als ich das „Feld“ verlassen habe. Doch spiegelt die Situation mir, dass das Thema der Unzugehörigkeit mmer wieder hochploppt, besonders dann wenn ich eben nicht in meiner Spiri-Comfort-Zone bin. Bestimmt kennst du solche Situationen aus deinem eigenen Leben. Die Gefühle nicht richtig dazu zu passen, „irgendwie anders“ als die Gesellschaft zu sein, sich fremd sich und unzugehörig zu fühlen, kennen wohl viele von uns sensitiven Seelen.

Bei vielen war dieses Thema besonders in der Kindheit und Jugend sehr präsent, man war an sein Umfeld gebunden und hatte kaum die Möglichkeit sich seine Räume und Menschen selbst auszusuchen (Stichwort Schule).

Für mich fühlte sich das an,  als wäre da ein unsichtbares Band zwischen „mir“ und den „Anderen“, ein allein sein mit meinen vielen Gedanken, Ideen, Sehnsüchten. Irgendwo war da der Wunsch, anders zu sein, „leichtfüßiger“, selbstbewusster, ja, unkomplizierter, noch viel tiefer aber war das Bedürfnis, gesehen, anerkannt, gehört und geliebt zu werden mit dem was ich BIN.

Als junge Erwachsene hat es mich vom Land nach Berlin geführt, die Stadt der Freigeister, der schrägen und eigensinnigen Menschen, dort wo jeder, der sonst nirgends so recht passt, sein darf. Ich habe hier wunderbare Menschen getroffen, mit denen ich mich tief verbinden kann und, die eine gute Prise an Ver-rückheit mitbringen. Doch die Unzugehörigkeitsfalle schnappt dennoch immer mal wieder zu und so habe ich mich auf eine innere Reise begeben, um zu erforschen, was in und unter dem Thema steckt. Ich möchte dir hier meine Impulse mitgeben, die sich für mich stimmig anfühlen, nimm davon für dich mit, was sich gut anfühlt.

Die Annahme

Durchschaue deine EGO-FALLEN

Das nächste Mal, wenn du dich in einer „Ich pass hier nicht her“ Situation befindest, beobachte dich einmal und nutze die Chance, dein Ego zu knacken. Meiner Erfahrung nach, gibt es zwei Reaktionsmuster auf den Glaubenssatz „Ich gehöre nicht dazu“:

1.) In die Glaubenskonstrukte von „Ich bin falsch, ich bin komisch, ich bin nicht liebenswert, ich bin nicht willkommen, ich sollte nicht hier sein, …“ zu fallen, dich klein zu machen und zu versuchen dich mit aller Macht anzupassen.

2.) In das Glaubenskonstrukt von „Ich bin etwas besonderes und viel „weiter“ als ihr alle“ zu fallen und dich überlegen zu fühlen.

Beide Glaubenskonstrukte sind eine Illusion und NICHT WAHR:  Bei der ersten Variante versuchst du dich unter die Anderen, bei der zweiten über die Anderen zu stellen. Ich kenne diese beiden Denk-Muster nur zu gut, sie tauchen auch gerne einmal im Misch-Masch auf. Im Endeffekt dienen sie auch dazu, die darunter liegende Selbstwertwunde nicht spüren zu müssen… Das führt schon zum zweiten Schritt:

Nimm deine schmerzhaften, zweifelhaften Gefühle in dein Herz

Im Endeffekt steht hier gerade nicht der Erwachsene, der sich wünscht Teil dieses Clubs, dieser Clique, dieses Jobs, … zu sein (denn der Erwachsene weiß, dass die Welt voller Möglichkeiten ist, die besser passen), sondern das kleine Kind, der Teenager, der sich nichts auf der Welt mehr wünscht, als gesehen und geliebt zu werden. Das ist ein Teil von dir, doch das BIST NICHT DU. Identifiziere dich also nicht damit und nimm dir den Raum und die Präsenz, diese Gefühle, die wahrscheinlich schon sehr alt sind, in dein Herz zu nehmen. Sie warten nur darauf von dir gefühlt, gesehen und verdaut zu werden. Auch, wenn vieles in der Vergangenheit schmerzhaft war, sie ist vorrüber und du hast in Möglichkeit in Frieden damit zu kommen, wenn du das möchtest.

Der Wandel

Lüfte die Illusion und erkenne die Wahrheit

Die Wahrheit ist: Du bist nicht unzugehörig. Ja, du kannst es gar nicht sein, denn du bist schließlich DA. Deine Seele hat sich dazu entschieden, auf diese Welt zu kommen, und sich als Teil der Welt und der Menschen zu erfahren. Du hast das ganz natürliche Recht, das wir alle haben, hier deinen Platz einzunehmen, dich hier wirklich zu verankern und mit beiden Füßen fest auf der Erde zu landen. Du darfst hier deinen Weg gehen, Erfahrungen machen, dich ausprobieren, dich der Liebe öffnen und sie in aller Tiefe erlernen. Du darfst hier deine Talente und Potenziale entwickeln und dich entfalten.

Lerne deine Sensitivität zu schätzen

Du darfst deine SENSITIVITÄT wirklich als Geschenk und Gabe anerkennen. In deiner Kindheit hat vielleicht die Unbeholfenheit deiner Eltern, Erzieher_innen, Lehrer_innen dazu geführt, dass du die Erfahrung abgespeichert hast, dass es klüger ist deine Sensitivität zu verstecken und dich möglichst anzupassen. Damit darf jetzt Schluss sein. Deine Sensivitität ist wunderschön und du kannst mit deinem feinen Spüren wirklich etwas auf dieser Welt bewegen.

Sei bereit das Feld zu verlassen und Neues zu erschaffen

Es kann sein, dass du in dir einen Ruf spürst, etwas zu tun, in die Welt zu bringen, was es so bisher gar nicht oder erst wenig gibt. Vielleicht kannst du nur noch den Kopf schütteln über das was in der Gesellschaft passiert, über die oft so ungesunden Verhaltensweisen der Menschen und spürst, dass es so nicht weitergehen kann. Dann fasse den Mut, verlasse dieses Feld des „Mainstreams“  und sei wirklich bereit, deine Seele zu deinem Chef zu machen und etwas Neues zu kreiieren.

Ich glaube, dass wir Menschen ganz unterschiedliche Seelen-Aufgaben haben. So geht es bei den einen darum, das etablierte „System“ zu stabiliseren und sich darin auch wohl zu fühlen und bei den anderen darum, das System zu erneuern, zu transformieren und neue heilsame Impulse zu setzen. Weder das eine, noch das andere ist besser oder schlechter, beides sind einfach unterschiedliche Aufgaben. Wichtig finde ich, dass, wenn du spürst, dass es für dich ansteht, neue Impulse der Heilung für die Menschen und die Erde zu setzen, dich dem wirklich anzunehmen. Halte dich nicht auf, indem du ewig mit kindlichen Sehnsüchten strauchelst und dich in Verhaltensmuster, Tätigkeiten, Orte, Menschengruppen hineinzwängst, die einfach nicht (mehr) STIMMEN.

Nutze deine Spiritualität und definiere Zugehörigkeit neu

Die Fähigkeit Energien fein wahrnehmen zu können, sich höherer Zusammenhänge bewusst zu sein und einen (spirituellen) Glauben in sich zu tragen, darfst du noch viel mehr in deine Alltagswelt integrieren. Hier nämlich sitzt der Schlüssel zu einer wahren Zugehörigkeit und Verwurzelung, die unabhängig von Außen ist.

Du hast als hochsensitive Seele die Gabe, dich wirklich in dir und deinem Körper zu verankern, und dich energetisch von unten, der Erde, nach oben, dem Himmel zu verbinden. Du hast die Gabe, dich tief mit dir selbst und anderen Menschen zu verbinden, die gleich schwingen und ticken wie du und hier eine krasse Verbindung der Liebe herzustellen. Du hast die Gabe, die als Teil des großen Ganzen, einer göttlichen, universellen Ordnung zu verstehen und dich darauf wirklich einzulassen.

Finde für dich heraus, was deine Tools sind, diese Verbindung zu stärken und integriere sie in deinen Alltag- das wird deine innere Sicherheit wahnsinnig stärken. Und wird dich auch in Umfeldern, die nicht deiner Energie entsprechen, viel gelassener werden lassen.

Und: Suche dir deinen Tribe, Menschen, mit denen du authentisch sein kannst, die die gleichen Visionen haben, die mit dir schwingen. Zusammen macht es so viel mehr SPASS und es viel leichter, gemeinsam in das NEUE zu gehen.

Ich freue mich wirklich sehr, wenn ich dich inspirieren konnte. Das Thema ist mir ein solches Herzensanliegen! Hinterlasse mir gerne einen Kommentar mit deinen Erfahrungen, deinen Impulsen ♡.

Ich bin gespannt!

Von Herzen

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