2-Minuten-Inspirationen

Inhalte

  • Co-Abhängigkeit und emotionale Selbstbestimmung
  • Selbstliebe und Selbstachtung
  • Befreite Weiblichkeit

Co-Abhängigkeit und emotionale Selbstbestimmung

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NACH HAUSE KOMMEN- GEBORGENHEIT UND WÄRME IN MIR SELBST ENTWICKELN 💛

Gestern komme ich nach einer intensiven Woche in Portugal zurück nach Hause. Ich bin gerne unterwegs, es inspiriert mich, manchmal fordert es mich, es bringt einen Shift in mein Alltagsbewusstsein, ich erlebe Nähe.

Und gleichzeitig komme ich wahnsinnig gerne nach Hause. Wenn ich wieder den luftigen Berliner Boden unter meinen Füßen spüre, die Türe zu meiner wunderschönen Nestwohnung aufschließe und meine Freund*innen um mich weiß, ist mir ganz wohlig. Meine „innere Mutter“ mag es dann die Wäsche zu waschen, den Kühlschrank zu füllen, frische Blumen auf den Tisch zu stellen und wieder anzukommen. Diese innere Mutter ist auf Zack, sie musste das früh lernen und kümmert sich mit Bravour um mein äußeres Zuhause.

Doch es gibt auch noch ein anderes Zuhause, jenes, das in mir, meinem Körper, meinem Herz, meinem Bauch, lebt. Dieses Zuhause gemütlich und liebevoll zu gestalten, kann weitaus herausfordernder sein. Immer kommt von irgendwo eine dunkle Gestalt daher und möchte das Licht ausschalten, bläst sich auf und droht mit dunkler Stimme. Was tut eine gute Mutter dann? Sie beschützt ihr Zuhause, sie weist die dunklen Gestalten in die Schranken oder fragt sie, was sie brauchen, wenn sie im Kern verletzlich sind. Sie hält das innere Zuhause gemütlich, warm, liebevoll und sicher, so dass es schön ist, darin zu wohnen. Sie zündet ein Licht im Herzen an und sorgt dafür, dass es niemals ausgeht, dass es stets brennen kann. Ich habe mich in den letzten Jahren viel damit beschäftigt, die Mutter in mir, die sich um das innere Zuhause kümmert, zu stärken und ihr Raum zu geben, in Kontakt mit meinem Herzen zu sein. Durch die viele Innenarbeit durfte ich lernen, wie ich das Licht entzünde, wie ich den Raum halten kann und ich spüre, dass hier die Grundlage für meine Stabilität liegt, dafür mein Leben selbstbestimmt zu gestalten.

Mit diesem inneren Zuhause in uns fühlen wir sicher in dieser Welt, die so viel Umbrüche in sich trägt, in einem Leben, das so herausfordern kann. Wenn wir uns Tag für Tag darin üben, das innere Licht in uns scheinen zu lassen, wird sich eine neue Qualität der Geborgenheit, der Sicherheit und der Wohligkeit in uns ausbreiten, mit deren Kraft wir den Druck, die Kämpfe, die Gefühle des Minderwerts auflösen können.

Lege einmal eine Hand auf dein Herz, lass Wärme hinein fließen, gib deiner „inneren Mutter“, dem urweiblichen Anteil in dir, das GO sich um dein inneres Zuhause zu kümmern, genauso liebevoll, wie du es im Außen vielleicht schon sehr viel machst.

Schenke diesem weiblichen Anteil in dir, Raum und Aufmerksamkeit, gerade dann, wenn du dich unsicher oder verloren fühlst, und lasse Wärme und Geborgenheit sich in dir ausbreiten. Die innere Welt warm zu halten, ist so wesentlich wichtig und lässt dich kraftvoll erblühen 🌺.

Sei gut mit dir.

Von Herzen alles Liebe,
Deine Susanne

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WARUM DEIN MITLEIDEN IN DER CO-ABHÄNGIGKEIT NIEMANDEM DIENT

Selbst, wenn ich mich dazu entscheide, mich gemeinsam mit dir im Leid des Lebens zu suhlen, wird es dir nicht besser gehen.

Selbst, wenn ich versuche, die Verantwortung, für dein Leben von dir zu nehmen und das tue, was ich für dich für richtig halte, wird es dich nicht retten.

Selbst, wenn ich Tag und Nacht deine Hand halte, während du im See des Selbstmitleids schwimmst, wirst du nicht eher anfangen zu schwimmen.

Selbst, wenn ich mich bereit erkläre: Wenn du untergehst, dann gehe ich mit dir unter, wird das Untergehen nicht weniger schmerzvoll.

Selbst, wenn ich auf meine eigene Entfaltung verzichte, wenn ich meine eigenen Träume hinten anstelle und weiterhin die Lasten der Vergangenheit mit mir herum schleppe, ist dir nicht geholfen.

Was wir als Co-Abhängige lernen müssen, ist, dass unser Mit-Leid, unsere Schuldgefühle, das Tragen fremder Lasten NIEMANDEM dienen.
Selbst, wenn wir wirklich bereit sind, uns aufzuopfern, warum auch immer: Unser Aufopfern wird sinnlos im Nichts versickern.

Es dient dem anderen nicht und es dient uns selbst nicht.

DENN MITZULEIDEN IST KEINE FORM DER LIEBE. AUCH, WENN DU SIE SO ERLERNT HAST.

Die Zeiten in denen du, wie als Kind in einer untragbaren Situation gefangen warst, dürfen wirklich vorbei sein.

Der einzig konstruktive Weg, den es gibt, ist es die Verantwortung zurückzugeben, ist es uns selbst von unserer Schuld freizusprechen und unser eigenes Leben wirklich anzutreten.

Machmal kann das heißen, zu gehen, für eine Zeit oder für immer.
Manchmal kann das heißen, in eine achtsame Distanz zu gehen und sehr genau auf die eigenen Grenzen zu achten.

Unter Umständen öffnen wir damit ein Feld, welches auch dem anderen die Freiheit gibt, Heilung zu wählen. Genauso kann er aber auch weiterhin in seinem freien Willen das Leid wählen.

Doch wir können uns in unserem freien Willen gegen das Drama und für einen konstruktiven, neuen Weg der Freude entscheiden.

Von Herzen

Deine Susanne

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WAS PASSIERT, WENN ICH MEIN LEBEN LANG IN DER CO-ABHÄNGIGKEIT BLEIBE?

Heute ist Neumond in der Waage und im Mittelpunkt steht unser Beziehungserleben, die Beziehung zu uns und anderen.
Sind wir im Muster der Co-Abhängigkeit gefangen, können wir Beziehungen nicht erfüllt leben. Wir sind zwar mit anderen verbunden, aber auf eine abhängige und klebrige Art und Weise. Nahe Beziehungen sind geprägt von drohender Verlustangst („Was bin ich ohne den Anderen?“), einer ständigen inneren Anstrengung „alles richtig zu machen“, dem Versuch die Beziehung durch die eigenen stetigen Bemühungen des Helfens zu manipulieren und zu sichern. Die eigenen Grenzen zu setzen, „Nein“ zu sagen, den eigenen Wert und das eigene Sein in Gänze einzubringen, ist beinahe unmöglich, weil wir damit im Kern nicht verbunden sind. Wir brauchen so viel von Außen, haben so viel „Hunger“ nach Kontakt und Aufmerksamkeit (und auch häufig tatsächlich viel „Hunger“, weswegen Co-Abhängigkeit und Essstörungen oft miteinander einhergehen), weil wir uns selbst nicht spüren können, das Vertrauen in das Leben und in die Güte des großen Ganzen fehlt. In uns klafft ein riesiges Loch, wir spüren diese diffuse Bedürftigkeit, die uns unruhig macht und im Außen verzweifelt suchen lässt.

Mir diese Muster, diese verzweifelte Suche und Bedürftigkeit einzugestehen, hat mich beinahe umgehauen und ich habe mich lange davor gedrückt, dem wirklich ins Auge zu blicken. Schließlich bin ich ja einfach gerne mit Menschen zusammen, helfe gerne, kann das ja auch gut- was kann daran denn so falsch sein? Falsch daran ist gar nichts, jede*r von uns kann dabei bleiben und sich immer wieder auch für die Abhängigkeit entscheiden.

Was mich selbst befreit hat, war mein eigener Erkenntnisprozess und die Frage: Was passiert, wenn ich mein Leben lang in der Co-Abhängigkeit bleibe?

Wenn ich mein Leben lang in diesem Muster bleibe,
…werde ich immer wieder in abhängige und erdrückende Beziehungen stolpern
…werde ich weiterhin meinen eigenen Selbstwert untergraben
…wird es mir nicht möglich sein, meine Berufung zu leben, weil ich ja ständig damit beschäftigt bin mich nach den Anderen auszurichten.
…dann werde ich niemals eine wahrhaftige und freie Form der Liebe erfahren und ich werde niemals eine gesunde und innige Liebesbeziehung erleben
….dann wird mein Körper in dieser ständigen Anspannung und Unruhe bleiben
…ich werde mich ständig vom Leben und von anderen Menschen bedroht fühlen und meine wahren Potenziale werden sich nicht entfalten können.

Der Preis für die co-abhängige Komfortzone ist also ganz schön hoch.

Der Weg zur Heilung ist steinig, das muss ich dir nicht schön reden. Auf dem Weg der Heilung, welches gleichsam der Weg zu unserem wahren Selbst ist, zeigen sich Schuld, Scham und Selbstverachtung, Gefühle, die davor lange gut gedeckelt waren.

Doch auf dem Weg wird sich gleichzeitig mehr und mehr das Allerschönste entfalten, was wir hier auf dieser Erde erleben können: Verbunden und verankert in uns selbst dem Leben in all seinen Facetten, Erfahrungen und Schönheiten offen zu begegnen.

Für diese Erfahrung lohnt sich jeder Schritt, finde ich.

Von Herzen deine Susanne

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„IN DER CO-ABHÄNGIGKEIT SIND WIR BEREIT FÜR ALLES DIE VERANTWORTUNG ZU ÜBERNEHMEN- NUR FÜR UNS SELBST NICHT.“

Früh in meiner Kindheit spürte ich eine große Verantwortung für mein nahes Umfeld. Ich fühlte mich verantwortlich für die Ehe meiner Eltern, für das Wohlbefinden meiner Mutter, für die Stimmung am Abendbrottisch. Ich hatte das Gefühl, ich müsse überall dort retten, wo (emotionale) Not spürbar war- und durfte vor allem eines nicht: auch noch „zur Last fallen“. Auf meinen Schultern türmte sich die Verantwortung auf und wurde schwer.

Warum schaffte ich das überhaupt? Warum schaffen wir das?
Weil wir als Co-Abhängige eine große Kraft und einen enormen Lebenswillen in uns tragen, deswegen vermögen wir es überhaupt, so viel zu tragen.

Auch als Erwachsene spürte ich dieses „Ich bin für alles verantwortlich“- Gefühl: in meinen Freundschaften hatte ich oft das Gefühl, es wäre allein mein Job, Unstimmigkeiten anzusprechen und zu klären, was ich mich zugleich in aller Deutlichkeit allerdings gar nicht getraute und stattdessen eher diffus wütend wurde. Gleichzeitig vermied ich Partnerschaften aus Angst, wieder für den Anderen in die Presche springen zu müssen. Diese Vermeidung von Beziehung ist die andere Seite der Medaille.

Als vor zwei Jahren klar wurde, dass meine Großeltern Unterstützung brauchen und, dass das auch bei mir liegt, war zunächst alles in mir im Widerstand. „Nicht schon wieder, schrie es in mir! Wann endlich bin ich dran mit leben?!“. Meine Kindheit und Jugend, in der ich so viel für meine Eltern sorgte, schien erst einen Wimpernschlag her zu sein. Ich spürte den Mangel meines Inneren Kindes in mir, die Sehnsucht danach, selbst bedingungslos umsorgt zu werden und damit zusammenhängend auch eine enorme Wut, dass mir das so früh genommen wurde. Diese Wunde zu heilen, ist eine meiner größten Aufgaben und ich bin sehr dankbar dafür, dass das mit stetiger innerer Arbeit möglich ist.

Ich spürte: Wie groß mein Widerstand auch sein mag: In der Sorge für meine Großeltern liegt eine Verantwortung, die real ist und auf einer tieferen Ebene bin ich bereit, sie zu übernehmen. Und gleichzeitig muss ich das nicht alleine machen: Ich kann andere Menschen bitten mich dabei zu unterstützen und ich kann die geistige Welt, die Schutzengel meiner Großeltern zur Hilfe herbeirufen.

Inzwischen habe ich die Aufgabe für mich angenommen und spüre auch, wie sehr ich an ihr gewachsen bin. Ich durfte lernen, wie es geht, Verantwortung zu übernehmen, ohne mich aufzuopfern. Wie ich für Andere da sein und gleichzeitig für mich sorgen kann. Wie wichtig es ist, immer wieder meine eigene Wahrheit zu erkennen und nicht in Schuldgefühlen zu zerfließen, wenn jemand gerne noch mehr von mir hätte.

Ver-antwortung heißt dem Leben Antwort geben. Es heißt nicht: alle Energien aufnehmen und jeden Menschen versorgen, der in meinem Umfeld ist. Es heißt: genau hin spüren, was das Leben hier von mir möchte und darauf mit meinem Handeln antworten.

Eines ist mir in dieser Zeit ebenfalls sehr klar geworden:
Die Antwort auf die Frage „Wann endlich bin ich dran?!“ kann ich mir nur selbst geben. Die Verantwortung mein Leben zu gestalten, liegt ganz alleine bei mir, die kann ich niemanden mehr in die Schuhe schieben. Und muss ich auch gar nicht- denn darin liegt ein großes Geschenk: niemand kennt meine ureigenen Bedürfnisse und meine Seelenaufgaben so gut wie ich es tue und niemand kann so klar dafür sorgen, dass sie erfüllt werden.
Mach auch du dir dieses Geschenk 💛.

Von Herzen deine Susanne

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ENTSTEHUNG UND DEFINITiON VON CO-ABHÄNGIGKEIT

Mich begleitet dieses Thema schon mein ganzes Leben lang. Es hat mich in vielen Beziehungen an meine Grenzen gebracht und doch hatte ich lange nicht den Mut meiner Co-Abhängigkeit ins Gesicht zu blicken. Zu groß waren die Scham und die Angst, dieses Muster nicht überwinden zu können, und deswegen falsch zu sein. Wie ein Elefant stand das Thema im Raum, ich versuchte mich darum zu winden und es möglichst nicht zu berühren.

Bis mir glasklar wurde: Wenn ich jenes erfüllte und liebevolle Leben führen möchte, nach welchem ich mich zutiefst sehne, wenn ich meinen Seelenauftrag hier auf Erden erfüllen möchte und, wenn ich wirklich frei in meinen Entscheidungen sein möchte, dann komme ich nicht daran vorbei, meiner Co-Abhängigkeit wirklich zu begegnen.
Bist du bereit? Dann komm mit!

WAS HEISST DAS- CO-ABHÄNGIGKEIT?

Krass ausgedrückt, ist Co-Abhängigkeit eine emotionale Suchterkrankung. Sie führt dazu, dass ich andere Menschen mitsamt ihren Bedürfnissen besser spüren kann als mich selbst. Dass ich teilweise verrückt werde vor Verlustangst und es Anderen stattdessen lieber recht mache und mich dafür verbiege, als Gefahr zu laufe, der andere könnte mich zu anstrengend finden und verlassen. Sie führt dazu, dass ich meine eigene Wahrheit nicht sage, aus Angst mit der Reaktion des Anderen nicht umgehen zu können. In der Co-Abhängigkeit kann ich mich selbst nicht spüren und habe das Gefühl, nichts wert zu sein, wenn ich nichts geben kann.

WOHER KOMMT DAS?

Wir laufen dann Gefahr, co-abhängig zu werden, wenn unsere Eltern unseren Bedürfnissen hilflos gegenübertraten, sie nicht alle angemessen erfüllen konnten und stattdessen noch uns ihre eigenen unerfüllten kindlichen Bedürfnisse (nach Liebe, Aufmerksamkeit, gesehen werden, …) in die Hand drückten. Als Kinder konnten wir gar nicht anders als diese aufzunehmen, wir waren zutiefst existenziell abhängig von unseren Eltern und haben alles dafür getan, dass „der Laden läuft“. Gerade, weil wir so feinfühlig sind, waren wir dafür so prädestiniert.
Der Preis dafür ist, dass wir uns nicht frei, verbunden mit unserem Seelenkern, entwickeln konnten, sondern stattdessen eine funktionale Ersatz-Persönlichkeit bildeten.

WIE ÄUSSERT SICH DAS?

Dieses Konstrukt kann nicht aus sich heraus Kraft schöpfen, sondern braucht ständig etwas von Außen, was eine Ruhelosigkeit erzeugt und wie eine Sucht wirkt.
Ich selbst kenne dieses Gefühl des Getrieben-Seins, des ständigen Machens, der inneren Unruhe und Leere- und das Zurückgreifen auf Ersatz-Energiegeber durch Essen, Social Media, Kommunikation, (unglücklich) verliebt sein, … nur zu gut und weiß wie anstrengend das ist.

Spüre doch einmal an dieser Stelle in dich hinein, ob dir das bekannt vorkommt und was deine Mechanismen sind.
Sich hier zu ertappen ist ein erster Schritt zur Heilung und öffnet das System tatsächlich die Schritte dafür zu gehen.

Eine gute Nachricht möchte ich dir noch auf den Weg geben: Co-Abhängigkeit ist heilbar, denn im Kern streben wir danach ganz zu werden.

Von Herzen Deine Susanne

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DIE KINDLICHE SEHNSUCHT NACH FAMILIE LOSLASSEN

Als ich Anfang zwanzig war, war es mein größter Wunsch„endlich“ eine eigene Familie zu gründen. Ich hatte mit 16 meine Mutter verloren und mein inneres Kind hatte eine solche Sehnsucht nach einer heilen Familie, nach Geborgenheit, Ankommen und einem warmen Zuhause, in dem es fröhlich ist. Ein Kind bekam ich nicht, doch wie verrückt habe ich im Außen nach Zugehörigkeit und Gemeinschaft gesucht: Habe in allen Ecken der Welt (und Berliner Bars) nach einem Mann gesucht, habe mir das Gefühl von Zugehörigkeit in meiner Arbeit, meinem Engagement in Gruppen, einem großen Freundeskreis erhofft. An der Oberfläche sah das auch ganz gut aus, doch in mir war da das klaffende Gefühl von Unzugehörigkeit. Denn egal, wie viel Freund*innen ich um mich hatte, egal wie viel Wertschätzung und Support ich im Außen erfahren habe, das Loch blieb, die Sehnsucht danach noch einmal Kind sein zu dürfen, blieb unerfüllt.

In meiner Suche habe ich mich immer wieder in Illusionen verloren, aus denen ich aufwachen musste. Sehr zielstrebig hat mich meine Seele in mein Innen und meine Selbstverantwortung geführt (und glaub mir, darauf hatte ich lange keinen Bock).

Ganz besonders in diesem Jahr spüre ich, wie unabdingbar es für mein Leben ist, Frieden mit meiner Familie und meiner Vergangenheit zu schließen und meine kindliche Sehnsucht nach Familie endgültig loszulassen. Ich trauere darum, dass es war wie es war, entwickele Selbstgefühl für mein Suchen und erlaube mir auch die Wut darüber, dass das Leben mir nicht immer das gegeben hat, was ich mir so sehnlichst gewünscht habe. Ich fühle diese Gefühle und lasse sie damit abfließen, sie müssen nicht länger in meinem Körper verharren.

Mir selbst eine liebevolle und kraftvolle Mutter zu sein, ist einer meiner Hauptjobs und die Kraft der Spiritualität unterstützt mich dabei ungemein. Ich kann spüren, wie viele liebevolle und heilsame Energien mir zu Verfügung stehen und, dass ich auf höchster Ebene unterstützt und geleitet bin. Diese „kosmische“ Geborgenheit ist nicht abhängig von Außen, ich kann mich jederzeit mit ihr verbinden und das macht mich innerlich frei.

Umso mehr ich mit den Jahren zu mir selbst finden konnte, desto größer wurde auch das Gefühl der Zugehörigkeit im Außen. Ich habe tolle Menschen getroffen, mit denen ich mich tief verbunden fühle. Hier darf ich auch mal Kind sein, hier erlebe ich Unterstützung, Kreativität, Trost und Lebendigkeit. Auch hier bin ich gefordert, erwachsen zu sein, Verantwortung zu übernehmen, mich auseinanderzusetzen und zu wachsen. Das ist nicht immer einfach, doch ich kann das, weil ich die Kraft, Präsenz und Energie dafür habe und auch du kannst das. Wir sind im Zeitalter der Selbstheilung angekommen und das ist wunderbar, denn so können sich ganz neue Ebenen von Freiheit, Freude und Liebe eröffnen. Dieses Jahr lädt uns in seiner Zeitqualität wirklich dazu ein, alte Schnüre zu trennen, in Frieden mit unserer Familie zu kommen und für uns selbst zu gehen.
Lasst es uns nutzen .

Von Herzen
Deine Susanne 💛

Das Kind auf dem Foto ist übrigens nicht „meins“ (aber mein Patenkind *stolz*), sondern das meiner wunderbaren Freundin Michaela, die ich zutiefst dafür bewundere, wie sie ihr Muttersein gestaltet, genauso wie ich auch vor allen anderen Müttern und Vätern den Hut ziehe.

Selbstliebe und Selbstachtung

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Ich nehme mich an, so wie ich bin…

so laut und so leise.
so schön und so hässlich.
so dick und so dünn.
so heil und so verletzt.
so großherzig und so eng.
so mutig und so ängstlich.
so liebend und so eisig kalt.
so entschlossen und so wankelmütig.
so kraftvoll und so zart.
so zäh und so verletzlich.
so alt und so jung.
so verbunden und so in mir zerrissen.
so richtig und so falsch.
so harmonisch und so wutentbrannt.
so kontrolliert und so wild.

Ich erkenne meine Selbsttäuschung in jegliche Richtungen und bin bereit dazu, mir die Schminke, die mich schöner, strahlender macht, vom Gesicht zu wischen und mir die dunklen Lumpen, die mein Licht verhüllen, vom Leib zu reißen.

Ich erkenne die Scham, die sich wie eine schwere, dunkle, lähmende Decke über all meine Gefühle legt, über alles, was ich nicht sein möchte, was meinem Selbstbild nicht entspricht.

Ich lasse die alten kindlichen Strukturen, des Falsch-Seins, los und öffne mich für, das was ich wirklich bin.
Ich fühle, was es zu fühlen gibt, ich löse, was es zu lösen gibt, und nehme mich gleichzeitig so, wie ich jetzt gerade bin.
Ich darf mich selbst umarmen, in meinem ganzen Sein und darf das verzweifelte Warten auf ein „Du bist okay“ von Außen aufgeben.
Ich lege die Arme um mich, wärmend und klar, um all mein Licht und all mein Schatten und spüre meine Haut ganz zart, wo vorher der dunkle Mantel der Scham lag.

Ich nehme mich an, so wie ich bin, denn tief in mir weiß ich genau, dass das mein Job und nicht der, der anderen ist.

Sei gut mit dir.

Von Herzen
Deine Susanne 💛

 

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ÜBER DAS ALLEINSEIN, OHNE EINSAM ZU SEIN

Gestern habe ich den freien Tag über mit mir alleine verbracht. Ich habe ein paar Dinge erledigt, ein riesiges Eis gegessen und bin an den See gefahren. Auch, wenn ich gerne mit Menschen zusammen bin, brauche ich diese Alleinzeiten, um Kraft zu tanken, mir selbst zu begegnen, meine Spiritualität zu nähren. Außerdem war ich schon immer der Ansicht, dass ich die schönen Dinge im Leben ganz unbedingt erleben möchte, auch, wenn es alleine ist.

Und gleichzeitig gibt es einen Teil in mir, der Angst davor hat, dass die Einsamkeit kommt, mich schnappt und mit sich in den Untergrund zieht. Ich erinnere mich an eine Situation, als ich ein Kind war, vielleicht zehn. Auch hier bin ich alleine ins Freibad gefahren, weil niemand Zeit hatte und ich nicht so viele Freunde hatte damals.

Da saß ich also, stolz auf meine Selbstbestimmtheit und gleichzeitig unfassbar einsam. Denn ich wusste, dass andere Kinder aus der Klasse auch da sind, und sehnte mich danach mit jemandem zu spielen, doch ich fühlte mich nicht willkommen und traute mich nicht hinzugehen. Ganz starr saß ich da auf meinem Handtuch mit einem großen Loch im Bauch.
Vor diesem Gefühl hat mein kleines Selbst große Angst und drückt schnell auf den Alarmknopf, wenn es droht.

Gestern, als ich durch den See schwamm und ich an diese Situation dachte, ist mir bewusst geworden: Diese Zeiten sind vorbei. Sie sind endgültig vorbei. Ich bin kein Kind mehr, ich bin mir selbst und dem Leben nicht mehr ausgeliefert. Ich werde niemals mehr auf genau solch eine Art und Weise einsam sein können.

Denn heute bin ich erwachsen. Ich habe innere Kräfte in mir zur Verfügung, um mich um dieses verlorene innere Kind zu kümmern. Ich habe die Möglichkeit, mich mit der göttlichen, liebevollen Kraft zu verbinden und mich bewusst mit dem Gefühl der Geborgenheit zu verbinden. Ich habe die Möglichkeit zu atmen, zu spüren, in dem Wissen, dass es vorbei geht. Ich kann tief in meinen Körper sinken, der mir ein Zuhause ist. Ich kann meinem Bedürfnis nach Kontakt folgen und einen meiner Liebsten um ein Telefonat oder ein Treffen bitten. Ich kann lernen, in solchen engen Momenten wirklich gut zu mir zu sein. Es gibt eine solche Vielzahl von inneren und äußeren Möglichkeiten, die ich als Kind eben nicht hatte.

Und falls du dich real im Moment wirklich einsam fühlst und es dir an Kontakten fehlt, dann wünsche ich dir von Herzen, dass Selbst-Mitgefühl Dich durchfließen möge, Selbstachtung und der Glaube an dich selbst als wunderbarer Mensch und als als Freund*in und Partner*in. Ich habe die Erfahrung gemacht, umso mehr ich mich getraue, ganz ich selbst zu sein, desto leichter kommen die passenden Menschen in mein Leben.

Denk daran: Die schlimmsten Zeiten sind vorbei und jedes Gefühl gerade, auch die Einsamkeit ist nur ein Jetzt-Zustand, er kann sich schnell wieder ändern, das Leben ist in stetigem Wandel und voller wunderbarer Möglichkeiten.

Wenn du dir in diesem Wandel, ganzheitlich-spirituelle Unterstützung und Begleitung wünschst, bin ich gerne für dich da.

VON HERZEN DEINE SUSANNE

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DU DARFST DICH LIEBEN, AUCH DANN, WENN DU DIR GERADE NICHT GEFÄLLST.

Es ist so einfach, dich selbst zu lieben, wenn du strahlst, wenn die Freude durch dich sprudelt und du dich sicher und schön fühlst.

Du darfst dich auch dann lieben, wenn die Herzen dir nicht zufliegen, sondern gefühlt von dir wegfliegen.

Dann, wenn du dich klein und scheiße fühlst, allein auf dieser Welt und der festen Überzeugung bist, dass sich das nie wieder ändern wird.

Gerade dann darfst du sanft und liebevoll mit dir sein. Selbst, wenn ein Teil von dir der festen Überzeugung ist, du hast das nicht verdient und das Messer der Selbstkritik schon in der Hand hält, weil „sonst lernt sie es ja nie“.

Und mit sanft und liebevoll meine ich nicht im Dauerplüschzustand zu sein und sich Vermeidung und süchtiges Verhalten durchgehen zu lassen.
Damit meine ich eine innere Klarheit, die sich der eigenen Schatten gewahr ist und bereit ist, zu ändern, was es zu ändern gibt, doch eben, ohne, dass dabei die Peitsche durchgeht.

Es hat einen Grund, warum du die Erfahrung der Wertlosigkeit, der Co-Abhängigkeit machst.
Es hat jenen Grund, dass du lernen darfst, dieses ungesunde Beziehungsfeld wirklich zu verlassen und neue Qualitäten zu lernen und in dein Leben zu tragen. Jene Qualitäten von Selbstmitgefühl, von Selbstvergebung, von Selbstverantwortung.

Genauso wie wenig du perfekt sein musst, um in Beziehung zu einem anderen Menschen zu gehen, musst du perfekt sein, um mit dir selbst in eine innige und liebevolle Beziehung zu gehen.

Du bist es wert. Wirklich.

Von Herzen
Deine Susanne

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„You don’t have to love yourself, you are loved .“

Gestern Abend saß ich am Meer und habe den Sonnenuntergang betrachtet (das ist kitschig, das ist aber auch sehr schön 😉), um zu meditieren.
Nach einer Weile kam der Satz zu mir „You don’t have to love yourself, you are loved.“.

Im Sinne von „Du musst dich nicht länger „abrackern“, um dich endlich selbst zu lieben. Denn es kann so mühsam sein, gegen die inneren Schatten anzukommen (und auch sie „liebevoll integrieren“ ist manchmal kaum möglich, wenn es so richtig dunkel zugeht). Denn es gibt eine Kraft, die stärker ist als du, die es vermag all den Selbsthass, all die Verachtung verblassen zu lassen. Es gibt eine universelle Kraft, die so kraftvoll, so klar, so liebevoll ist, so überzeugend, dass sie alles andere in den Schatten stellt. Dass jeder Selbstzweifel dagegen nur wie ein Pipsen klingt. Diese Verbindung zu spüren, wirklich zu erspüren, dass du ein Kind des Kosmos, ein Kind Gottes (in einem nicht religiösen Sinne, für mich macht das Wort inzwischen einfach Sinn) bist, einfach deshalb, weil du hier auf der Erde bist und so viel Liebesfähigkeit und so viel Potenzial in dir trägst.“

Einmal angenommen, du würdest dich für diese Wahrheit öffnen, geliebt zu sein, ohne dich dafür anstrengen zu müssen, einfach so:

Wie würdest du auf Menschen zugehen, in Beziehung sein, auf deine Eltern blicken, mit deinem Partner, deinen Freunden zusammen sein?
Wie würdest du dich der Welt zeigen, wie würdest du deine Berufung leben?
Ja, welche Abenteuer leben und welche Träume verwirklichen?

Du darfst damit beginnen, dich geliebt zu fühlen, was auch immer in deinem Leben bisher passiert sein mag. Wer auch immer dir das Gegenteil bewiesen hat (für dein Gefühl), wie auch immer deine Kindheit und deine bisherigen Beziehungen waren.
Du darfst dich entscheiden, für eine neue, liebevolle und tragende Wahrheit.
Du darfst den „Kampf“ darum, endlich von Aussen, von anderen Menschen und genauso auch von deinem Ego, geliebt zu werden, aufgeben.
Du darfst eine neue Verbindung für dich entdecken, durch Meditation, Energiearbeit, Bewusstseinsarbeit, Tanzen, schamanische Arbeit, innere Kind-Arbeit, was auch immer dir gut tut, die zutiefst stark, kraftvoll und klar ist.

Du darfst dich geliebt fühlen. Denn das bist du.

Von Herzen
Deine Susanne 💛

 

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Manchmal ist es so.

Gestern war mein freier Tag.
Ich bin gut zu mir und mache alles „richtig“. Ich schreibe in mein Buch, was in den letzten Tagen gut gelaufen ist (Dankbarkeit, du weißt schon), gehe laufen, frühstücke gesund, ziehe mein Leokleid und den pinken Mantel an und fühle mich sexy. Ich habe mit drei Menschen Kontakt, denen ich mich total nah fühle und mache schöne Fotos.

Und trotzdem… etwas in mir fühlt sich schwer, traurig, es klafft die Selbstwertwunde, die ich so gut kenne. Diese Zeit gerade holt alles an die Oberfläche, was nicht niet und nagelfest ist.
Und diese Verwundbarkeit ist es nicht. Die alten Fragen tauchen auf: Bin ich gut genug (für dieses Leben, für in Beziehung sein)? Sind die Anderen nicht vielleicht doch besser (nicht alle anderen, aber so bestimmte andere)?

Ich weiß, dass sie nicht wahr sind, diese Gedanken.
Ich bin mir dessen bewusst, dass ich zutiefst wertvoll bin und genau richtig und liebenswert, so wie ich bin- genau wie du auch, wie wir alle. Dieses Wissen ist stark und trägt mich auch in solchen Momenten.

So also bin ich mit der Wunde.

Ich tue, wovon die Ratgeber abraten: Ich gehe in den Späti, kaufe mir Oreos und esse sie im Laufen gleich auf. Ich mache mir deswegen keine (oder zumindest nur ein bisschen) Vorwürfe. Ich setze mich auf eine Mauer im Park, blicke auf die Häuser, die Autos und Busse, die um den Park herumfahren, am Eck blinkt ein Kasino bunt. Der Himmel über mir ist rosa-grau gefleckt. Es laufen Menschen vorbei, nicht viele, manche mit Hund, ein Teenie-Paar lacht und knutscht.

Es ist seltsam auf dieser Welt zu sein. Seltsam schön und seltsam schrecklich zugleich.

Gerade ist es irgendwie gut. Für einen Moment wird es ruhig. Ist es nicht hell, nicht dunkel in mir, sondern etwas dazwischen.
Manchmal ist es auch so, dieses Leben.

Befreiung der Weiblichkeit

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WENN ICH „JA“ SAGE ZU MIR ALS FRAU, DANN…

…gehe ich hinaus in die Welt, erhebe meine Stimme und setze in die Tat um, was durch mich getan werden möchte.
…wage ich es aus vollem Herzen zu lieben, denn ich fühle mich in mir sicher und gehalten.
…spreche ich meine Wahrheit und durchbreche jahrhundertelanges Schweigen und „unter den Teppich kehren“.
…schließe ich Frieden mit meiner Vergangenheit und höre damit auf, das Leben anzuklagen.
…bin ich anderen Frauen nah, ohne, dass das Gift der Eifersucht und des Neids uns leise zerfrisst.
…weiß ich klar zu unterscheiden zwischen Aufopferung, Co-Abhängigkeit und liebevoller Fürsorge.
…liebe ich meinen weiblichen Körper in all seiner Schönheit, so wie er ist.
…höre ich auf, „mir selbst zu viel zu sein“ und mute mich der Welt in all meiner „Kompliziertheit“ zu.
…kann ich verletzlich sein, mich anlehnen, ohne in einem See der Bedürftigkeit zu ertrinken.
…achte ich mich für mein Bedürfnis mit mir zu sein und meinen ganz eigenen Raum zu füllen.
…akzeptiere ich die Wogen des Lebens und weiß gleichzeitig um meine Schöpferkraft.

Wenn ich „Ja“ sage zu mir als Frau, dann gehe ich ganz natürlich den Weg meiner Seele, wohin auch immer sie mich führen mag, auch dann, wenn es unbequem wird.

Erfülle dir deine Sehnsucht.

Von Herzen deine Susanne

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„Ich lerne mit den Zyklen des Lebens zu tauchen, meinen Gefühlen Raum zu geben und mich so für das Neue zu öffnen.“

Die letzten Wochen habe ich als herausfordernd erlebt.
Ich habe mich vor ein paar Wochen von einem Mann getrennt, was einen für mich tiefen und auch etwas unerwarteten Prozess ausgelöst hat. Emotional als auch körperlich. Ich habe mich müde, angeschlagen und nicht in meiner Kraft gefühlt, mein Körper hat geschmerzt und mich zur Ruhe gedrängt. Ich konnte mich weniger im Außen tummeln und durfte mehr Zeit mit mir in meinem Zuhause verbringen. Wie händeringend hat ein Teil in mir versucht nach meiner Lebenskraft, nach der Leichtigkeit und der Freude zu greifen. Ein Reinigungsprozess hat stattgefunden. Nicht nur von der Beziehung, sondern von so vielen destruktiven Klein-Halt-Mustern in mir, die sich über die Jahre verfestigt haben.

Ich spüre: Auch, wenn eine Trennung sehr stimmig ist, so ist es doch ein Verlust, der wehtut, der Zeit braucht, der einen Prozess auslöst, der sich nicht einfach überspringen lässt.
Zu verstehen: Das gerade ist einfach die Trauer. Nicht so tränenüberströmend wie ich das schon erlebt habe, mehr auf eine stille Art und Weise. Wenn ich mit diesen Gefühlen gehe, dann fließen sie durch mich, dann bleibe ich nicht darin verharren, dann löst sich etwas in mir, was vor langer Zeit gefroren ist.

Möchten wir tief lieben in unserem Leben, dann dürfen wir auch lernen Abschied zu nehmen. Die meisten Wege sind gemeinsame Erfahrungen, nicht aber für die Ewigkeit bestimmt.

Ich durfte lernen: Das Leben ist ein Zyklus, ein Meer mit unterschiedlichen Wellen, dem ich mich hingeben darf. (Ich liebe das Meer, ist das nicht ein schönes Bild ?)

Ich verpasse nichts, wenn ich für eine Zeit in meinen seelischen Tiefen schwimme, mir das Dunkle ansehe und einmal nicht auf der Tanzfläche des Lebens tobe. Genauso auch andersrum: Ich verpasse auch keine wichtigen Prozesse, wenn ich dort eben doch tobe, völlig kopflos und in Feierlaune.

Es darf sich wechseln und ich darf lernen, dort zu tauchen oder zu surfen, wozu das Leben mich gerade einlädt. Ich glaube als die sensitiven Seelen, die wir sind, besteht ein wichtiger Teil darin, uns selbst tief kennenzulernen, im Inneren die Welten zu bewegen, die Schnüre, die unsere Kraft behindern zu trennen und aus diesen Prozessen heraus, unser Leben im Außen zu wandeln. Es geht stets von innen nach außen. Darum gibt es auch nichts zu verpassen, wenn wir auf Tiefseekurs sind, auch, wenn sich das so anfühlen mag, gerade im Sommer.

So also waren also meine letzten Wochen. Tiefgreifend, bewegend, anstrengend, heilsam, auf eine Art auch erholsam: Ich habe das Tempo gedrosselt und das tut mir wahnsinnig gut.

Gleichzeitig freue ich mich auf die nächste Welle, die kommen darf und, die wieder Neues mit sich bringt, die Abenteuerlust und die Freude vielleicht. Wer weiß .

Welche Welle durchtauchst oder reitest du gerade?

Ich freue mich von dir zu hören.

Von Herzen deine Susanne

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„Eine Frau, die sich selbst heilt, heilt ihre Mutter, heilt ihre Tochter und heilt jede Frau um sie herum.“

Insbesondere seit ich selbstständig bin, spüre ich die Themen meiner Ahninnen, meiner Mutter, meiner Großmutter ganz stark. Deren Ängste, deren Zweifel, deren Traumen und Ur-Ängste, die in mir genauso leben und mich wie ein Gummiband zurückhalten. Gleichzeitig spüre ich auch: Ich bin nun die, die vorne steht. Die einen, zwei, drei Schritte weitergehen darf. Die das Potenzial, das dort im Verborgenen geblieben ist, nun leben darf. Ich bin die, die den Kreislauf des Leidens durchbrechen kann und so nicht nur mich selbst, sondern auch meine Mutter und meine Großmutter befreie.
Ich gehe d
iesen Weg der Heilung, der Befreiung nicht alleine, dafür sind die Themen mir zu nahe, zu mächtig. Ich lasse mich seit vielen Jahren begleiten und bin auf meinem Weg vielen wunderbaren Heiler*innen, Körpertherapeut*innen und Schaman*innen begegnet, die mich bewegt, gesehen, inspiriert, gefordert haben. Oft waren es Frauen, die sich selbst vor mir auf den mutigen Weg der Heilung gemacht haben und mir so in Klarheit und Liebe die Hand reichen konnten.
All das, was ich nun über Jahre erkannt, verändert, erlöst habe, in meiner eigenen Arbeit weitergeben zu dürfen, erfüllt mich wirklich zutiefst. Es macht so viel SINN. Es trägt so viel Liebe in sich, nicht „nur“ für mich zu heilen, sondern, dass was ich durch meine Heilung gewonnen konnte, zu teilen und andere Menschen dadurch zu berühren.

Jede von uns hat so viel zu geben, trägt solch einen Schatz in sich.
Wunderschöne, lichtvolle Qualitäten warten darauf, gelebt zu werden.
Ein liebendes Herz sehnt sich danach, endlich wieder übersprudeln zu dürfen.
Dein Sein möchte berühren und bewegen.

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Der weibliche Weg, in seiner Wahrhaftigkeit gegangen, gleicht einer stillen Revolution.

Eine Frau, die in sich verbunden ist, die ihre innere Wahrheit kennt, lässt sich durch das Außen, ihr Umfeld, die Gesellschaft nicht länger manipulieren, lenken und klein halten.

Eine Frau, die bereit ist, zu der Frau zu werden, die sie wirklich ist, unterwirft sich nicht länger ihrem eigenen Selbsthass, ihren Zweifeln, ihren Vermeidungsstrategien, dem Feld des Jammerns und wendet sich der Liebe zu, die ganz natürlich durch sie fließt.

Eine Frau, die weiß, welchen Menschen, Orten, welchem Tun sie sich wirklich widmen möchte, ja, welche Räume sie hüten möchte, und sich von allem anderen löst, entfaltet eine unfassbare Schöpferkraft.
Entwickelt ein kraftvolles Handeln, welches die Welt bisher so kaum kennt, weil es von Innen nach Außen geht. Vom Spirit in die materielle Welt.

Eine Frau, mit ihrer weiblichen Kraft verbunden, klammert sich nicht länger verzweifelt an jeden Strohhalm von Beziehung, lechzt nach jeder Anerkennung oder leugnet gar ihre Sehnsucht nach Ver-Bindung. Sie liebt es zu lieben, sich tief zu verbinden und zu committen und gleichzeitig bei sich zu sein. Verbunden und frei zugleich.

Eine Frau, die um sich selbst, ihre Gaben und die Schönheit ihres Weges weiß, muss sich nicht länger mit Konkurrenzspielchen aufhalten lassen. Sie weiß, dass jedes Leben in seinen Erfahrungen anders gedacht ist und, dass sie verbunden mit dem Kosmos genau da ist, wo sie sein soll- und jede andere Frau auch.

Ich möchte Dich nicht mit hohen Idealen unter Druck setzen, das ist nicht meine Absicht. Ich teile diese Worte mit Dir, weil ich erst heute morgen wieder für mich gespürt habe, wie viel Kraft es mir gibt, um die Frau zu wissen, die durch mich gelebt werden möchte.
Dass ich mich zutiefst danach sehne, noch mehr zu dieser zu werden. Aufrichtig, warm, klar, in mir verbunden, offen, vertrauensvoll mit dem Leben fließend und in meiner Gestaltungskraft fest verankert.

Vor Jahren habe ich mich auf den Weg gemacht: immer weniger den (alten) Ängsten die Kraft zugeben und stattdessen der Liebe Platz zu machen. Licht ist immer heller Schatten.

Mach dich mit mir auf den Weg…
Ich begleite dich in Einzelsitzungen und in unserem wunderbaren Healing-Workshop für Frauen gemeinsam mit meiner Herzens-Freundin Birthe am 19. Mai in Berlin.

Ich freue mich auf Dich ♡.

Von Herzen verbunden
Deine Susanne

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Die Verwirrung der Frau

Meine Liebe,

fühlst auch Du Dich so verwirrt in Deinem Frau-Sein? Hast eigentlich gar keine Ahnung, wer Du WIRKLICH BIST? Hast stattdessen tausend Konzepte und Bilder im Kopf, wie Du sein SOLLTEST?

Immer wieder lese ich von den multiplen Ansprüchen der Gesellschaft an die Frauen: Sie sollen Kinder bekommen und gleich danach wieder wahnsinnig sexy aussehen. Sie sollen arbeiten, aber auch genug Zeit für ihre Kinder, ihre Partnerschaft, ihre Schönheit und Selbstverwirklichung haben. Eine Aneinanderreihung von Gegensätzen, die kaum erfüllbar sind, aber scheinbar erfüllt werden müssen (Sagt eigentlich wer…?). Es herrscht die pure Verwirrung. Niemand weiß mehr recht, was Weiblichkeit wirklich ist, ja was Weiblichkeit SEIN KANN.
Auch ich spüre immer wieder Verwirrung und möchte Dir ein paar Beispiele geben:

Darf ich ganz offen sagen, dass ich überhaupt keinen Bock habe, selbst etwas zu reparieren, sondern das liebend gerne von einem ähm Mann machen lasse und stattdessen viel lieber meine Wohnung dekoriere und koche? Bin ich dann eine Anti-Feministin?

Darf ich mir einen Mann an meiner Seite wünschen oder ist das nur wieder ein Zeichen dafür, dass ich dringend noch einen Workshop zum Thema „Selbstliebe“ besuchen sollte?

Darf ich als „starke Frau“ auftreten oder wirke ich dann einschüchternd? Oder darf ich noch schlimmer: Mich mal kraftvoll, dann wieder ganz schüchtern und verletzlich fühlen? Wirke ich dann verwirrt?

Darf ich als Frau in Teilzeit arbeiten, einfach so, weil ich spüre, dass es mir gut tut, Zeit für meinen Innenraum und meine Beziehungen zu haben?

Darf ich einen Mann sehen und beschließen noch am selben Abend mit ihm zu schlafen oder bin ich dann doch eine Schlampe? (Oder darf ich das eben nicht tun und bin ich dann frigide?)

Darf ich eigene Bedürfnisse haben, Grenzen setzen, viel FÜHLEN oder bin ich dann doch wieder kompliziert, das Klischee der (spirituellen) Frau?

Die Antwort ist: Ich kenne die Antworten sehr genau. Für mich. Für dich, weiß ich sie nicht. Für dich kennst sie nur du.

Ich weiß sie dann, wenn ich mir einen inneren Raum erschaffe, in dem ich ins Spüren komme, in dem ich meine innere WAHRHAFTIGE weibliche Kraft kennenlerne und zulasse.
Wenn ich lerne ihr zu vertrauen- bis sie stärker wird als die äußeren Formen und Konzepte und ich alles, was nicht zu mir gehört, loslassen kann.

Wir Frauen tragen eine solche Weisheit, eine so klare Stimme in uns. Doch wir spüren sie nicht, weil wir so angestrengt nach Außen blicken, weil wir gefallen wollen (oder auch gerade auf keinen Fall), weil wir uns so sehr nach Liebe und Anerkennung sehnen, weil wir es irgendwie richtig machen wollen.

Der Blick darf nach Innen gehen. Ist die Verbindung hier erst einmal da, kann „die Gesellschaft“ sagen, was sie möchte. Dann gehen wir UNSEREN Weg in Freiheit und Liebe. Als Pionierinnen dieser Zeit. Klar, aufrichtig, mutig, den Widerständen trotzdend. Auch das ist Weiblichkeit.

Von Herzen

Deine Susanne

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„Das Frau-Sein trägt eine enorme Kraft in sich. Diese Kraft ist mit Verantwortung gekoppelt. Mit dieser Verantwortung gilt es zu lernen umzugehen.“

Ich weiß um meine Kraft. Tief in mir weiß ich um sie. Ich weiß, wie viel ich aus mir heraus erschaffen kann, dass ich hier bin, um Neues zu kreieren. Nicht alles, was mir in den Sinn kommt, aber in dem Radius meiner seelischen Möglichkeiten und dieser Radius fühlt sich groß an. Ich weiß, dass ich mit einer Aufgabe auf diese Welt gekommen bin. Hier bin, um mit anderen wunderbaren Menschen an einem kollektiven Bewusstseinswandel mitzuwirken. Und, dass es einen Grund hat, dass ich ausgerechnet als Frau auf die Welt gekommen bin.

Und doch fühle ich mich in meinem Alltag immer wieder so fern von dieser Kraft. Dann setzt mich dieses Wissen unter Druck. Dann ziehen die so altbekannten Mechanismen der Ohnmacht, der Angst vor Veränderung, das Festhalten-Wollen an vermeintlichen Sicherheiten, das Warten auf Reaktionen aus dem Außen, ihre Kreise. Dann scheint die Diskrepanz zwischen dem, was an Potenzialentfaltung möglich wäre und dem tatsächlich gelebt wird so schmerzhaft groß. Es ist das Ego, das dann flüstert (der „Affenverstand“, wie ich es gestern in einem Interview gehört habe): „Du bist zu langsam. Zu bist nicht gut genug. Du wirst es nicht schaffen in diesem Leben.“. Dem Ego Glauben zu schenken, ist keine gute Idee, das lerne ich immer mehr. Es möchte, dass alles so bleibt wie es ist, weil es sich bewährt hat, doch die Liebe, die ist ihm egal.

Was also bringt mich zurück in die Anbindung an meine Kraft, die mich weitergehen lässt?

♡ Energetisch „hochdüsen“ und mich mit der kosmischen Energie verbinden (durch die bewusste Ausrichtung, Meditation, Natur). Dort kann ich alte Muster auflösen, Energien trennen und finde jene liebevolle Unterstützung, Impulse und Geborgenheit, die wahrhaftig sind und mich mit der Liebe verbinden.

♡ Ins Tun kommen. Anstatt lange darüber nachzuDENKEN, „was ich alles eigentlich tun sollte und könnte“, tut es wahnsinnig gut, in die Umsetzung zu kommen.

♡ Mich mit Gleichgesinnten verbinden. Mich mit Menschen auszutauschen, mich zu zeigen, in meiner tiefen Essenz als Mensch, aber eben auch spirituelles, feinfühliges Wesen, erkannt zu werden- und Visionen zu teilen, gibt mir ungemein viel Kraft und Lebens-Freude.

Und so finde ich immer wieder zurück in meinen Flow. Komme wie in einer Spirale immer tiefer zu mir selbst…

Meine Liebe, mein Lieber:
Wofür gehst du in diesem Leben? Was möchtest du er-schaffen?
Was hindert dich (in deinem Alltagsbewusstsein) daran?
Was sind deine Kraftquellen?

Lass uns gemeinsam losgehen…

Von Herzen

Deine Susanne ♡